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Arbeitsplatz mit mehreren Layout-Varianten nebeneinander auf dem Monitor

Meinung · Zusammenarbeit

Der beste Auftrag
heißt mach mal.

Viele Kunden wissen, dass sie etwas brauchen — nicht, wie es aussehen soll. Das ist kein Mangel. Das ist meistens die Voraussetzung für ein gutes Ergebnis.

Der Anruf, den ich am liebsten bekomme

Er dauert selten länger als zehn Minuten und endet meistens mit einem Satz wie: Mach mal, du weißt schon. Für Außenstehende klingt das nach einem Kunden, der sich nicht kümmert. In Wahrheit ist es das größte Vertrauen, das man in diesem Geschäft bekommen kann, und es führt fast immer zum besseren Ergebnis.

Was mach mal nicht heißt

Es heißt nicht, dass wir nichts wissen müssen. Wir brauchen die Sache: wofür das Stück gedacht ist, wer es in die Hand bekommt, was zwingend drinstehen muss, bis wann es fertig sein soll. Bei einem Anbaugerät sind das Leistungsdaten und Trägergeräte, bei einer Aktion das Zeitfenster und der Rabatt. Diese Angaben kommen von Ihnen, weil sie sonst niemand hat.

Was mach mal heißt, ist etwas anderes: keine Vorgaben zur Gestaltung. Kein Wunschlayout, keine Farbvorstellung aus dem Katalog eines Wettbewerbers, keine Schriftart, die der Schwiegersohn empfohlen hat. Sie geben den Inhalt und das Ziel vor, wir die Form.

Warum das bei Bestandskunden besonders gut läuft

Nach dem zweiten oder dritten Projekt liegt alles da: Logo als Vektor, Farben, Schriften, freigestellte Gerätebilder, Formulierungen, die sich bewährt haben. Wir wissen, ob die Kundschaft Sie duzt oder siezt, ob im Text Zentrifugalkraft steht oder Rüttelleistung, ob die Zielgruppe im Büro sitzt oder im Bagger.

An diesem Punkt ist ein neues Datenblatt keine Gestaltungsaufgabe mehr, sondern eine Anwendung dessen, was schon steht. Deshalb geht es schnell, deshalb passt es, und deshalb kostet ein Folgestück weniger als das erste.

Der Entwurf, den Sie sehen, ist nicht der erste

Bei einem neuen Kunden reicht uns meistens ein Entwurf, um die Sache zu entscheiden. Das sieht nach einem Volltreffer aus dem Stand aus, und dieser Eindruck täuscht.

Was Sie zu sehen bekommen, ist die Fassung, die übrig geblieben ist. Davor liegen Runden, die niemand außerhalb des Hauses je sieht: Zeichenflächen, die gebaut und wieder verworfen wurden, ein zweiter Anlauf mit anderer Bildsprache, Texte, die nach dem Lautlesen neu geschrieben wurden, weil der Ton nicht saß. Diese Arbeit steckt im Festpreis. Wir zeigen sie nur nicht her, weil drei Vorschläge nebeneinander keine Entscheidung erleichtern, sondern eine Diskussion über Geschmack eröffnen.

Der aufwendigere Fall: das Bild ist schon im Kopf

Manche Kunden wissen genau, wie das Ergebnis aussehen soll. Das ist ihr gutes Recht, und wir setzen es auch um. Nur ist es ein anderer Auftrag: nicht entwerfen, sondern eine Vorstellung treffen, die wir nicht sehen können.

Dieser Weg braucht mehr Runden, weil jede Fassung an einem inneren Bild gemessen wird statt an der Aufgabe. Er kostet dadurch mehr Zeit, und das sagen wir vorher. Woran er scheitert, ist selten das Handwerk — meistens daran, dass sich das innere Bild während der Arbeit verschiebt.

Warum Gestaltung eine Idee braucht

Ein Layout ist keine Sammlung erfüllter Wünsche. Es funktioniert, wenn eine Idee dahintersteht, die alles zusammenhält — bei einem Maschinenbauer das immer gleiche Muster über zwanzig Doppelseiten, bei einem Zaunhersteller die Trennung zweier Zielgruppen bis in die Bildauswahl. Wer an so einer Struktur einzelne Wünsche vorbeischiebt, bekommt am Ende ein Stück, an dem alles stimmt und nichts sitzt.

Was das für Sie heißt

Wenn Sie uns anrufen und sagen, was Sie erreichen wollen, und uns den Rest überlassen, bekommen Sie schneller ein besseres Ergebnis für weniger Geld. Wenn Sie eine feste Vorstellung haben, sagen Sie es bitte gleich am Anfang — dann kalkulieren wir anders und arbeiten anders. Beides geht. Nur das eine ist deutlich angenehmer für alle Beteiligten.

Genug gelesen. Jetzt wird gemacht.

Vom Briefing am Telefon bis zur Druckdatei, Festpreis nach Absprache.