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Arbeitsplatz mit zwei Monitoren, auf denen der Entwurf einer Industrie-Website entsteht

Leitfaden · Website

Die Industrie-Website:
40 Sekunden bis zum Urteil.

Bevor ein Einkäufer anruft, schaut er auf Ihre Website — und entscheidet in weniger als einer Minute, ob er Sie auf die Liste setzt oder zum nächsten Suchergebnis geht. Dieser Leitfaden zeigt, woran dieses Urteil hängt: am Aufbau, an den Bildern, an der Technik. Und wie Sie alle drei auf Ihre Seite bekommen.

Lesezeit 9 Minuten

Die Rolle

Die Website ist kein Aushang.
Sie ist Ihr Empfang.

Im Maschinengeschäft wird die Website gern wie ein Firmenschild behandelt: einmal anbringen, alle zehn Jahre streichen. Dabei ist sie längst die erste Station jeder Beschaffung — und damit Vertrieb. Fünf Gründe.

Der Einkäufer googelt Sie, bevor er anruft

Technische Beschaffung läuft in zwei Schritten: erst recherchieren, dann Kontakt aufnehmen. Zwischen beiden liegt Ihre Website. Wer dort eine Seite von 2014 findet, die auf dem Handy bricht, zieht Rückschlüsse auf den Betrieb dahinter — zu Unrecht, aber verlässlich. Der erste Eindruck entsteht nicht mehr am Messestand und nicht am Telefon, sondern im Suchergebnis danach.

Die Vorauswahl fällt online — ohne Sie

Niemand legt einen Anbauverdichter in den Warenkorb. Aber die Liste der drei Hersteller, die eine Anfrage bekommen, entsteht am Bildschirm — aus dem, was die Websites hergeben. Wer dort keine Anwendungen, keine Daten und keinen Ansprechpartner zeigt, fliegt aus der Auswahl, bevor das erste Gespräch stattfindet. Den Anruf, der nie kam, weist kein Bericht aus.

Alle anderen Kanäle enden hier

Der Newsletter verlinkt auf die Website. Der LinkedIn-Beitrag auch. Der Messekontakt googelt Sie im Zug nach Hause, der telefonisch geweckte Interessent vor dem Rückruf. Jeder Euro, den Sie in andere Kanäle stecken, landet früher oder später auf dieser einen Seite — und wird dort bestätigt oder entwertet. Eine schwache Website macht das ganze übrige Marketing teurer.

Sie arbeitet außerhalb Ihrer Geschäftszeiten

Die Anfrage entsteht selten zwischen 8 und 17 Uhr. Der Bauleiter sucht abends im Container, der Geschäftsführer am Sonntag am Küchentisch. Die Website ist der einzige Teil Ihres Vertriebs, der dann erreichbar ist — vorausgesetzt, sie beantwortet die Fragen, die um diese Uhrzeit niemand mehr stellen kann.

Inzwischen liest auch die KI mit

Wer ChatGPT nach Herstellern fragt, bekommt Antworten, die aus dem Textbestand der Websites stammen. Eine Seite mit klarer Struktur und echten Fachinhalten wird zitiert; eine Bildschirmfläche voller Willkommens-Prosa bleibt unsichtbar. Wie das funktioniert, steht im eigenen Text über KI-Sichtbarkeit — die Kurzfassung: Was dem Einkäufer hilft, hilft auch der Maschine.

Die Bewährungsprobe

Ein Einkäufer, 40 Sekunden —
zweimal derselbe Besuch.

Ein Tiefbau-Planer braucht einen Anbauverdichter, googelt, klickt Ihr Suchergebnis. Die Uhr läuft. Sehen Sie zu, wie derselbe Besuch zweimal ausgeht — erst auf der Seite, wie sie draußen tausendfach steht, dann auf einer, die ihre Arbeit macht. Beide Seiten sind Schemata, beide Abläufe sind Alltag.

Die Seite von 2016

www.muster-maschinen.example
HomeProdukteÜber unsKontakt Vollbild-Foto: Firmengebäude, aufgenommen 2016 Herzlich willkommen auf unserer Homepage! Aktuelles · Besuchen Sie uns auf der Messe, Halle 7 (März 2019)

0:08 Die Startseite begrüßt ihn herzlich — und sagt sonst nichts. Was hier gebaut wird und für wen, muss er selbst herausfinden.

HomeProdukteÜber unsKontakt Produkte PDF Gesamtkatalog_final_2022.pdf 48 MB · 214 Seiten lädt … 3 %

0:19 Der Menüpunkt Produkte führt auf einen einzigen Download: Gesamtkatalog, 48 MB. Er sitzt am Handy, am Rand einer Baustelle.

HomeProdukteÜber unsKontakt Kontakt Anrede *TitelFirma *Straße, Nr. *PLZ *Ort *TelefonFaxE-Mail *Betreff *Ihre Nachricht *Absenden

0:33 Er will nur eine Telefonnummer. Er bekommt elf Pflichtfelder — eines davon fragt nach der Faxnummer.

Zurück zu Google. Nächstes Suchergebnis: der Wettbewerber.

0:42 Zurück zu Google. Der Wettbewerber ist eine Suchergebniszeile entfernt. Im Server-Protokoll steht: ein Besucher, 42 Sekunden. Im Vertriebsbericht steht: nichts.

Die Seite, die verkauft

www.muster-verdichter.example
AnwendungenGeräteServiceKontakt Anbauverdichter für 12- bis 25-Tonnen-Bagger. Lieferbar ab Lager. Vorführung auf Ihrer Baustelle. KanalbauGleisbauGaLaBau

0:06 Ein Satz sagt ihm: richtig hier. Drei Kacheln zeigen Einsatzfälle — darunter seiner.

AnwendungenGeräteServiceKontakt Anwendungen · Kanalbau Verdichten im Kanalgraben Einsatzfoto: 18-Tonner mit Verdichter im Graben Trägerklasse12–25 tAnbauMS08 / OilQuickDatenblattPDF, 2 Seiten

0:18 Seine Baustelle, echte Einsatzfotos, die drei Zahlen, die er braucht. Das Datenblatt: zwei Seiten, kein Katalog.

AnwendungenGeräteServiceKontakt Ihr Ansprechpartner Süddeutschland M. Berger 09 41 / 6 01 20-14 Mo–Fr 7–17 Uhr, danach Mobil

0:31 Ein Gesicht, ein Name, eine Durchwahl. Kein Formular zwischen ihm und dem Gespräch.

Er ruft an. Aus einem Suchtreffer wurde ein Gespräch.

0:40 Er ruft an. Gleicher Einkäufer, gleiches Bedürfnis, gleiche 40 Sekunden — der Unterschied ist nicht das Budget, es ist der Aufbau.

Die 40 Sekunden sind kein Messwert, sondern ein Erfahrungswert — mal sind es 20, mal zwei Minuten. Was sich nicht ändert: Es wird nicht gelesen, es wird geprüft. Eine Industrie-Website muss dieses eine, kurze, ungeduldige Durchblättern bestehen. Alles Weitere darf danach kommen.

Der Aufbau

Ihre Website als
Explosionszeichnung.

Im Ersatzteilkatalog zeichnet man Maschinen auseinandergezogen — damit man jedes Teil sieht und keines vergisst. Genauso zerlegen wir die Industrie-Website: sechs Baugruppen, jede mit einer klaren Aufgabe. Klicken Sie sich durch die Stückliste.

Explosionszeichnung: sechs Baugruppen einer Industrie-Website, oben nach unten von der Ansage bis zum technischen Unterbau.

Stückliste

01 · Die Ansage

Der erste Bildschirm entscheidet, ob weitergescrollt wird. Dort steht kein „Willkommen“, kein Slider mit fünf wechselnden Motiven — dort steht ein Satz wie „Anbauverdichter für 12- bis 25-Tonnen-Bagger. Lieferbar ab Lager.“ Wer sich hier nicht festlegt, verliert die Besucher, für die die ganze Seite gebaut wurde.

02 · Die Anwendungsseiten

Der Planer sucht sein Problem, nicht Ihr Organigramm: „Verdichten im Kanalgraben“, nicht „Produktgruppe C“. Jeder wichtige Einsatzfall bekommt eine eigene Seite mit Fotos vom echten Einsatz und den Zahlen, die zur Entscheidung nötig sind. Nebenwirkung: Genau auf diesen Seiten landet auch, wer bei Google nach dem Einsatzfall sucht.

03 · Die Produktdaten

Trägerklasse, Gewicht, Anschluss, Schlagkraft — die Zahlen, nach denen ausgewählt wird, gehören als Tabelle auf die Seite selbst. Das Datenblatt dazu ist ein kurzes PDF von zwei Seiten, nicht der Gesamtkatalog mit 48 MB. Wer die Daten versteckt, zwingt den Interessenten zum Anruf — und die meisten rufen dann woanders an.

04 · Der Beweis

Referenzen müssen keine Namen nennen — „Tiefbau-Spezialist, Süddeutschland“ mit echten Baustellenfotos überzeugt mehr als ein Logo-Friedhof. Entscheidend ist, dass die Bilder aus Ihrem Betrieb stammen. Warum das Handyfoto aus der Halle das Datenbank-Foto schlägt, zeigt das Foto-Duell weiter unten.

05 · Der Ansprechpartner

Das meistunterschätzte Element der ganzen Website. Ein Mensch mit Foto, Zuständigkeit und Durchwahl senkt die Schwelle zum Anruf um Größenordnungen — ein anonymes Formular erhöht sie. Das Formular darf es zusätzlich geben, für die, die abends schreiben. Als einziger Weg ist es eine Schranke.

06 · Der Unterbau

Unsichtbar wie ein Fundament und genauso entscheidend: kurze Ladezeiten auch im Mobilfunknetz, saubere Darstellung auf dem Werkstatt-Handy, strukturierte Daten für Google und die KI-Assistenten, eingerichtete Search Console. Und jemand, der das alles aktuell hält — bei uns heißt das Wartungsvertrag, ab 299 € im Monat zzgl. MwSt.

Sechs Baugruppen, keine davon Dekoration. Fehlt eine, merkt man es nicht an der Optik — man merkt es an den Anfragen, die ausbleiben.

Zum Mitspielen

Welches Foto
verkauft die Maschine?

Zwei Motive, wie sie so auf Industrie-Websites stehen — eines aus der Bilddatenbank, eines mit dem Handy im Betrieb aufgenommen. Klicken Sie an, welches beim Einkäufer mehr erreicht. Die Motive sind gezeichnet, die Fälle sind echt.

Duell 1 von 2 · Das Motiv für die Startseite

Bild B. Der Händedruck sagt: irgendeine Firma. Der Graben sagt: Wir kennen Ihre Baustelle. Der Einkäufer sucht keinen Geschäftspartner fürs Foto — er sucht jemanden, der sein Gewerk versteht. Warum die vermeintlich schlechteren Bilder verkaufen, steht im Text über Handyfotos.

Duell 2 von 2 · Das Motiv für die Service-Seite

Bild B. Die Headset-Dame arbeitet auf tausend Websites gleichzeitig — man hat sie schon gesehen, und genau das ist das Problem. Der Monteur existiert: Wer anruft, erreicht ihn wirklich, und wer ihn auf dem Hof trifft, erkennt ihn wieder. Vertrauen entsteht aus Wiedererkennen, nicht aus Zahnpasta-Werbung.

Beide Duelle laufen im Ernstfall gegen Sie, wenn die eigene Bildsprache aus der Datenbank kommt. Die gute Nachricht: Das Rohmaterial für die bessere Antwort liegt in Ihrer Halle herum.

Der Selbsttest

Acht Fragen
an Ihre eigene Seite.

Öffnen Sie Ihre Website auf dem Handy — nicht am Bürorechner — und antworten Sie ehrlich. Es zählt nicht, was die Agentur damals versprochen hat, sondern was heute dasteht. Für jede gute Antwort gibt es einen Punkt.

Frage 1 von 8

Steht im ersten Bildschirm, was Sie herstellen und für wen?

Falls ja: Ein Punkt — der Besucher weiß nach einer Sekunde, dass er richtig ist. Das schaffen erstaunlich wenige Industrieseiten.

Falls nein: Dann entscheidet das Foto allein — und das zeigt meistens das Firmengebäude. Der Besucher, der nicht weiß, ob er richtig ist, prüft das nicht nach. Er geht.

Frage 2 von 8

Findet man in zwei Klicks einen Menschen mit Durchwahl — nicht nur info@ und ein Formular?

Falls ja: Ein Punkt. Der kürzeste Weg zwischen Interesse und Auftrag ist ein Telefonat — Ihre Seite hält ihn frei.

Falls nein: Ein Formular ist eine Schranke: Man füllt es aus und wartet. Die dringende Anfrage — die beste, die es gibt — ruft in der Zeit beim Wettbewerber durch.

Frage 3 von 8

Ist das neueste Foto auf der Seite jünger als drei Jahre?

Falls ja: Ein Punkt. Aktuelle Bilder sagen: Hier wird gearbeitet.

Falls nein: Der Betrieb hat sich seit dem letzten Fototermin weiterentwickelt — die Website behauptet das Gegenteil. Veraltete Bilder altern die ganze Firma mit.

Frage 4 von 8

Lädt die Startseite am Handy im Mobilfunknetz spürbar unter drei Sekunden?

Falls ja: Ein Punkt. Ihre Kundschaft sitzt selten an der Glasfaser — eher am Baustellenrand.

Falls nein: Jede Sekunde Ladezeit kostet Besucher, und das Mobilfunknetz am Baustellenrand verzeiht keine schweren Seiten. Meist sind zu große Bilder und Baukasten-Ballast die Ursache — beides ist heilbar.

Frage 5 von 8

Hat jeder wichtige Einsatzfall Ihrer Produkte eine eigene Seite?

Falls ja: Ein Punkt. Anwendungsseiten sind der Ort, an dem Suchende und Suchmaschinen zusammenfinden.

Falls nein: Dann findet der Planer, der nach seinem Problem sucht, eine Seite über Ihre Firma — oder gar nichts. Die Anfrage entsteht auf der Seite über seinen Einsatzfall.

Frage 6 von 8

Kommt man zu jedem Produkt, ohne ein Katalog-PDF herunterzuladen?

Falls ja: Ein Punkt. Das PDF ist die Ergänzung, die Seite ist der Weg.

Falls nein: Ein 48-MB-Katalog ist am Handy eine Zumutung und für Google unsichtbar. Die Daten gehören auf die Seite, das kurze Datenblatt daneben.

Frage 7 von 8

Steht irgendwo auf Ihrer Seite „Willkommen auf unserer Homepage“ oder „Wir über uns“?

Falls ja: Diese Formeln stammen aus einer Zeit, in der man Besucher noch begrüßen musste wie Gäste. Heute signalisieren sie vor allem eines: Diese Seite wurde lange nicht angefasst.

Falls nein: Ein Punkt für das Nein. Diese Formeln sind das Baujahr-Schild einer Website — schön, dass Ihre ohne auskommt.

Frage 8 von 8

Wissen Sie, wie viele Anfragen im letzten Monat über die Website kamen?

Falls ja: Ein Punkt — wer misst, kann steuern. Damit sind Sie weiter als die meisten.

Falls nein: Dann arbeitet die Seite ohne Zählerstand: vielleicht gut, vielleicht gar nicht — niemand weiß es. Eine eingerichtete Search Console und ein kurzer Monatsblick genügen schon.

So läuft es

Vier Schritte
bis zum Livegang.

Eine Firmenwebsite ist bei uns in sechs bis zehn Wochen live — der Löwenanteil der Zeit geht in Inhalte, nicht in Technik. So sieht der Weg aus, Schritt für Schritt. Wer es genauer wissen will: Die beiden Leitfäden Website erstellen lassen und Vom Entwurf zur fertigen Website gehen denselben Weg im Detail durch.

Briefing und Bestandsaufnahme

Ein Telefonat: Wen soll die Seite erreichen, was soll sie auslösen, was ist an Material vorhanden? Existiert eine alte Seite, schauen wir uns ihre Zahlen und Schwachstellen an, bevor irgendetwas verworfen wird. Danach bekommen Sie den Festpreis schriftlich auf einer Seite — keine Stundenabrechnung, keine Nachträge für Vereinbartes.

Struktur und Entwurf

Sie sehen den Seitenaufbau und einen Gestaltungsentwurf der Startseite, bevor Text und Technik dranhängen. An dieser Stelle sind Änderungen billig, später werden sie teuer — deshalb wird hier entschieden, nicht am Ende.

Umsetzung mit Ihren Inhalten

Wir texten in Ihrer Fachsprache, bereiten Bilder auf und arbeiten die Produktdaten ein. Den Stand sehen Sie zwischendurch auf einer Testadresse, nicht erst zur Abnahme. Fehlen Fotos, klären wir, welche Handyaufnahmen aus der Halle reichen — meist mehr, als man denkt.

Livegang und danach

Umzug, Weiterleitungen der alten Adressen, Search Console, Technik-Check. Danach hält der Wartungsvertrag Technik und Inhalte aktuell — oder wir weisen Sie in einer halben Stunde ein, und Sie ändern News und Stellenanzeigen selbst. Beides ist vorgesehen, nichts davon ist Pflicht.

Aus Projekten gelernt

Sechs Fehler, die eine
Industrie-Website entwerten.

Die Website als Visitenkarte behandeln

„Hauptsache, man findet uns“ ist die teuerste Genügsamkeit im Industriemarketing. Eine Visitenkarte muss nichts leisten — eine Website schon: Sie soll aus Suchenden Anfragen machen. Wer sie nur als Adressnachweis führt, bezahlt jeden anderen Kanal doppelt.

Willkommens-Prosa statt Ansage

„Herzlich willkommen! Schön, dass Sie uns gefunden haben“ — der Besucher weiß danach so viel wie vorher. Der erste Bildschirm gehört der Sache: was Sie bauen, für wen, was es dem Kunden bringt. Freundlich sein darf der Rest der Seite.

Den Gesamtkatalog als Produktseite ausgeben

Ein Menüpunkt „Produkte“, dahinter ein PDF mit 48 MB: Für den Besucher am Handy eine Zumutung, für Google und die KI-Assistenten nicht vorhanden. Jedes wichtige Produkt braucht eine Seite mit Daten im Text — das PDF bleibt als kurzes Datenblatt daneben.

Bilder aus der Datenbank statt aus dem Betrieb

Der Händedruck vor der Glasfassade, die Headset-Dame, das Großraumbüro voller lachender Menschen: alles schon tausendfach gesehen, alles austauschbar. Ihre Halle, Ihre Maschinen und Ihre Leute hat nur einer — und genau das schafft Vertrauen.

Einmal bauen, sechs Jahre liegen lassen

Eine News-Spalte, deren letzter Eintrag von 2019 stammt, wirkt schlimmer als gar keine. Auch Technik altert: Browser ändern sich, Anforderungen an Mobildarstellung und Sicherheit steigen. Eine Website ist eine Maschine im Dauerbetrieb — sie braucht Wartung wie jede andere.

Das System nach dem Kampfpreis aussuchen

Baukasten-Abo oder das Zwanzig-Plugin-WordPress vom Bekannten: Am Anfang billig, über die Jahre teuer — an Updates, Sicherheitslücken und Ladezeit. Warum wir grundsätzlich ohne diese Systeme bauen, steht im eigenen Text: Warum wir kein WordPress einsetzen.

Sascha Wenzel, Inhaber von hands-on Marketing
Persönlich

Unsere eigene Seite
ist das Muster.

Diese Website hier ist von Hand gebaut — jede Seite, jede Zeile. Nicht aus Prinzipienreiterei, sondern weil ich Kunden nichts verkaufen will, was ich selbst nicht benutze. Nach jedem Umbau messen wir die Ladezeiten nach, und die Seite, auf der Sie gerade lesen, muss denselben Selbsttest bestehen, den ich Ihnen weiter oben zumute. Das diszipliniert ungemein.

Der Satz, den ich in Erstgesprächen am häufigsten höre, ist: „Wir brauchen mal wieder was Frisches.“ Ich verstehe den Impuls — aber Frische ist kein Ziel, Anfragen sind eines. Ich habe Websites gesehen, die optisch aus der Zeit gefallen waren und trotzdem verkauft haben, weil Ansprechpartner und Preise draufstanden. Und ich habe frisch gestaltete Seiten gesehen, auf denen ein Einkäufer nicht einmal herausfindet, was die Firma herstellt.

Mein Rat für heute Abend: Stellen Sie sich an den Rand Ihres Parkplatzes, wo der Empfang schlecht ist, und öffnen Sie Ihre eigene Website auf dem Handy. Wenn Sie selbst nicht warten würden, bis sie geladen ist — Ihr Kunde wartet auch nicht.

Sascha Wenzel, Inhaber

Häufige Fragen

Was uns zur Website
am häufigsten gefragt wird.

Was kostet eine Industrie-Website?

Eine kompakte Firmenwebsite mit den wichtigsten Seiten ab 4.900 € zzgl. MwSt., mit Produktbereich und Datenblättern ab 9.800 €. Tragen Struktur und Inhalte der alten Seite noch, reicht oft ein Relaunch ab 3.200 €. Der verbindliche Preis entsteht nach dem Briefing als Festpreis — schriftlich auf einer Seite, ohne Nachträge für Vereinbartes.

Wie lange dauert das?

Sechs bis zehn Wochen ab Briefing für eine typische Firmenwebsite. Die meiste Zeit kosten die Inhalte: Texte abstimmen, Fotos sichten, Produktdaten sortieren. Liegt Ihr Material bereit, geht es schneller — liegt es nicht bereit, übernehmen wir auch das.

Baut ihr mit WordPress oder einem Baukasten?

Nein, grundsätzlich nicht — wir bauen von Hand, weil das schneller lädt, keine Plugin-Sicherheitslücken mitbringt und über die Jahre günstiger ist. Die ausführliche Begründung steht im Klartext-Text dazu. Wo ein Shop, ein Portal oder täglicher Redaktionsbetrieb gebraucht wird, sagen wir das ehrlich und empfehlen Kollegen, die dafür die richtigen Systeme fahren.

Können wir Inhalte später selbst ändern?

Ja. Auf Wunsch bauen wir die Seite so, dass Sie News, Stellenanzeigen und Produktdaten selbst ändern können — die Einweisung dauert eine halbe Stunde. Viele Kunden geben das nach ein paar Monaten trotzdem an uns zurück, weil im Alltag die Zeit fehlt. Beides ist in Ordnung, beides ist vorgesehen.

Wird die Seite bei Google gefunden?

Die Grundlagen bauen wir immer ein: saubere Struktur, sinnvolle Titel, kurze Ladezeiten, Mobildarstellung, strukturierte Daten, eingerichtete Search Console. Das ist die Voraussetzung, keine Garantie — wer bei umkämpften Begriffen nach vorn will, braucht zusätzlich regelmäßige Inhalte. Das sagen wir ehrlich, statt Platz eins zu versprechen. Dieselbe Struktur sorgt nebenbei dafür, dass auch KI-Assistenten die Seite zitieren können.

Unsere Aufträge kommen über Empfehlungen — wozu dann eine Website?

Weil auch die Empfehlung googelt. Wer Ihren Namen von einem zufriedenen Kunden bekommt, schaut vor dem Anruf auf Ihre Seite — und die bestätigt den guten Eindruck oder beschädigt ihn. Eine starke Website macht Empfehlungen nicht überflüssig, sie sorgt dafür, dass keine verloren geht.

Nächster Schritt

Schicken Sie uns Ihre Adresse.
Wir schauen einmal drauf.

Zwanzig Minuten am Telefon: was wir an Ihrer Seite ändern würden, was bleiben kann und ob sich ein Umbau überhaupt lohnt. Kostenlos, unverbindlich, direkt mit dem Inhaber.

Skizze einer Website-Struktur auf einem Bildschirm