Die eine Frage, die fast immer weiterführt
Wann steht so etwas bei Ihnen normalerweise an? Diese Frage
funktioniert bei fünf der
sechs Sätze, und zwar aus einem einfachen Grund: Sie verlangt keine
Entscheidung, sondern eine Auskunft über den eigenen Betrieb. Darauf
antworten Menschen gern, weil sie sich dabei auskennen.
Was Sie bekommen, ist ein Zeitpunkt. Vor der Saison, nach dem
Geschäftsjahr, wenn die alte Maschine in die Revision geht, wenn das
Budget fürs nächste Jahr steht. Dieser Zeitpunkt ist mehr wert als
jede Broschüre, die Sie hätten schicken können — er
gehört in die Wiedervorlage, mit Datum und mit dem Satz, den er gesagt
hat.
Wann es wirklich ein Nein ist
Beharrlich und lästig liegen näher beieinander, als den meisten
lieb ist. Drei Anzeichen, bei denen Schluss ist: Der Angerufene wird
deutlich. Er hat beim letzten Mal schon abgelehnt und begründet es
nicht mehr. Oder er sagt, dass er keine Anrufe wünscht.
Dann wird das notiert, und zwar so, dass niemand aus dem Haus dort noch
einmal anruft. Das ist nicht nur Anstand gegenüber jemandem, der klar
gesprochen hat — die Branchen im Maschinenbau sind klein, und
auf der nächsten Messe steht man sich gegenüber. Wer dort als die
Firma bekannt ist, die dreimal im Quartal anruft, hat mehr verloren als
einen Kontakt.
Ein sauber dokumentiertes Nein ist ein Ergebnis. Es ist die zweitbeste
Antwort nach dem Termin und allemal besser als ein Vorgang, der ewig offen
bleibt. Das gilt am Telefon genauso wie beim
Nachfassen von Angeboten.
Gute Akquise ist Organisation, kein Talent
Von außen sieht Telefonakquise nach Begabung aus: Der eine kann reden,
der andere nicht. In Wirklichkeit besteht die Arbeit aus drei Dingen, die
nichts mit Charme zu tun haben. Einer Liste, auf der nur Betriebe
stehen, für die das Produkt überhaupt in Frage kommt. Einer Notiz nach
jedem Gespräch, in der steht, was gesagt wurde — nicht nur das
Ergebnis, sondern der Satz. Und einem Datum, an dem der nächste Schritt
fällig ist.
Wer diese drei Dinge führt, wird nach ein paar Monaten besser, weil er
sieht, welche Antwort wohin führt. Wer sie nicht führt, telefoniert
nach fünf Jahren noch genauso wie am ersten Tag. Wie das bei uns
abläuft — Recherche vor dem Anruf, Protokoll danach, Wiedervorlage
nach dem Urteil der Anruferin — steht im Leitfaden zur
Telefonakquise. Was aus dreihundert Anrufen im
Monat wird und was ein geprüfter Termin kostet, steht in
Was kostet Kaltakquise.
Zum Mitnehmen
Sechs Sätze, sechs Fragen. Wenn Ihr Vertrieb morgen telefoniert, ist
das der ganze Spickzettel.