Der Satz, den wir am häufigsten hören
„Das machen wir eigentlich nebenher.“ Meistens fällt er beiläufig, irgendwo zwischen der Frage nach der letzten Messe und dem Hinweis, dass die Website schon älter ist. Manchmal kommt noch ein Nachsatz: „Meine Frau macht die Bilder“ oder „Der Sohn hat das mal aufgesetzt“.
Das ist keine Schwäche. In einem Betrieb mit vierzig Leuten und vollem Auftragsbuch ist es die vernünftigste Entscheidung, die vorhandene Zeit in die Fertigung zu stecken. Nur führt sie zu einem Zustand, den fast niemand so gewollt hätte: Marketing ist die einzige Aufgabe im Haus, für die niemand namentlich zuständig ist.
Warum es beim Chef hängenbleibt
Weil es eine Entscheidung ist, keine Ausführung. Ob eine Anzeige geschaltet wird, welches Gerät auf die Titelseite kommt, was der Text über den Betrieb sagt — das kann niemand entscheiden, der nicht weiß, wohin der Betrieb will. Also landet es beim Geschäftsführer, und zwar zusätzlich zu allem anderen.
Die Folge ist immer dieselbe. Marketing passiert dann, wenn gerade Luft ist, und Luft ist selten. Es passiert schubweise: vier Wochen vor der Messe, nach einem verlorenen Auftrag, wenn ein Wettbewerber etwas Neues macht. Dazwischen liegen Monate, in denen nichts geschieht. Genau in diesen Monaten entscheiden sich Ihre Kunden für jemanden.
Im Vertrieb wiederholt sich dasselbe Muster, nur mit anderen Folgen: Dort ist der Chef nicht bloß zuständig, sondern tatsächlich der Beste — und damit der Engpass.
Was das Nebenher wirklich kostet
Die Kosten stehen auf keiner Rechnung, deshalb fällt es nicht auf. Sie bestehen aus drei Posten.
Angefangenes, das liegen bleibt. Der halbfertige Newsletter-Verteiler. Die Fotos vom letzten Projekt, die noch niemand sortiert hat. Die Adressliste aus der Messe, die seit acht Monaten in einer Tabelle liegt. Das ist bereits bezahlte Arbeit, die keinen Ertrag bringt.
Der Preis der Unterbrechung. Wer alle sechs Wochen zwei Stunden Marketing macht, fängt jedes Mal von vorn an: Wo war ich stehen geblieben, was war noch offen, wie hieß noch der Ansprechpartner? Ein großer Teil der Zeit geht in das Wiedereinsteigen.
Die Anfragen, die nie kommen. Der teuerste Posten und der unsichtbarste. Niemand ruft an und sagt, dass er sich gegen Sie entschieden hat, weil Ihre Website nicht erklärte, was Sie können.
Drei Modelle, drei ehrliche Rechnungen
Es gibt genau drei Möglichkeiten, und alle drei sind legitim. Die Frage ist nur, welche zu Ihrer Größe passt.
Nebenher
Der Regelfall
Gemacht wird, was gerade brennt.
Kostet auf dem Papier
nichts
Kostet wirklich
Zeit der teuersten Person im Haus
Taugt bis
etwa zwanzig Mitarbeiter
Spricht dafür
- Niemand kennt den Betrieb besser
- Keine Abstimmungsverluste
- Kein festes Budget nötig
Spricht dagegen
- Passiert in Schüben und schläft dazwischen ein
- Kein Handwerk: Texte, Bilder und Technik werden improvisiert
- Die Arbeitszeit fehlt an anderer Stelle, wo sie mehr wert wäre
Passt, wenn: Sie ausgelastet sind, nicht wachsen wollen und Ihre Kunden Sie seit Jahren kennen. Dann ist das kein Notbehelf, sondern die richtige Entscheidung.
Eigene Kraft
Jemand im Haus
Zuständigkeit mit Namen und Schreibtisch.
Kostet im Jahr
55.000 bis 85.000 € Vollkosten
Dafür bekommen Sie
rund 1.550 Arbeitsstunden
Lohnt sich ab
etwa fünfzig Mitarbeitern
Spricht dafür
- Immer verfügbar, kennt Produkte und Kollegen
- Wissen bleibt im Haus
- Bei genug Arbeit die günstigste Stunde
Spricht dagegen
- Eine Person kann nicht alles: Text, Gestaltung, Technik, Fotografie, Akquise
- Ohne Anleitung im Haus bleibt sie fachlich allein
- Bei Krankheit, Urlaub oder Kündigung steht alles
- Unterbeschäftigung ist teurer als jede Agentur
Passt, wenn: genug gleichartige Arbeit anfällt, um eine Stelle zu füllen — also meist ab etwa fünfzig Mitarbeitern oder wenn Sie regelmäßig Produkte einführen.
Extern
Dienstleister
Handwerk einkaufen, Entscheidung behalten.
Kostet im Jahr
18.000 bis 45.000 € bei laufender Betreuung
Ihr Aufwand
etwa eine Stunde im Monat
Taugt ab
etwa zehn Mitarbeitern
Spricht dafür
- Mehrere Fertigkeiten, ohne mehrere Stellen
- Läuft weiter, wenn bei Ihnen Hochbetrieb ist
- Skalierbar nach oben und unten
Spricht dagegen
- Kennt Ihre Produkte nie so gut wie Ihre Leute
- Braucht Ihre Freigaben, sonst steht es
- Ohne feste Ansprechperson bei Ihnen läuft es ins Leere
Passt, wenn: Sie regelmäßig etwas brauchen, aber keine ganze Stelle füllen — der Normalfall zwischen zehn und fünfzig Mitarbeitern.
Größenordnungen aus Gesprächen mit Betrieben unserer Größenklasse. Kein Angebot rechnet exakt so.
Was eine eigene Kraft wirklich kostet
Beim Vergleich wird fast immer das Bruttogehalt gegen das Angebot des Dienstleisters gehalten. Das geht schief, weil ein Arbeitsplatz mehr kostet als das Gehalt. Schieben Sie den Regler auf das Gehalt, das Sie zahlen würden.
48.000 €
Bruttogehalt
48.000 €
Arbeitgeberanteil rund 21 Prozent
10.080 €
Arbeitsplatz Rechner, Software, Raum, Telefon
6.000 €
Fortbildung und Werkzeuge Bilddatenbank, Schriften, Kurse
2.500 €
Vollkosten im Jahr
66.580 €
Je Arbeitsstunde
43 €
Gerechnet mit 1.550 tatsächlich verfügbaren Stunden im Jahr: 2.080 Stunden abzüglich Urlaub, Feiertagen, Krankheit und Fortbildung. Schema mit marktüblichen Größenordnungen.
Die Zahl unten rechts ist die interessante. Sie liegt fast immer niedriger, als der Betrieb erwartet — und genau deshalb ist die eigene Kraft die günstigste Lösung, sobald genug Arbeit da ist, um sie auszulasten. Der Satz kippt sofort, wenn die Stelle halb leer läuft: Bei effektiv zwanzig Stunden Arbeit in der Woche verdoppelt sich die Stunde.
Der Fehler, den beide Seiten machen
Wer extern vergibt, denkt oft, damit sei das Thema erledigt. Ist es nicht. Ein Dienstleister braucht Entscheidungen, Freigaben und Fachwissen aus Ihrem Haus — sonst schreibt er über Ihre Maschinen wie ein Außenstehender, weil er einer ist. Wer keinen Ansprechpartner benennt, bekommt Marketing, das nach Agentur klingt. Das liegt dann nicht am Dienstleister.
Umgekehrt gilt dasselbe: Wer jemanden einstellt und erwartet, dass diese Person Text, Gestaltung, Fotografie, Technik und Akquise gleichermaßen beherrscht, sucht ein Einhorn. Solche Leute gibt es, sie sind teuer und sie bleiben selten in einem Betrieb mit vierzig Mitarbeitern.
Der Mindestaufwand, den niemand abnehmen kann
Egal welches Modell: Eine Sache bleibt bei Ihnen. Es braucht eine Person im Haus, die entscheiden darf, und einen festen Termin im Monat, an dem Marketing auf der Tagesordnung steht. Eine Stunde reicht. Ohne diesen Termin schläft jedes Modell ein, auch das teuerste. Diese Person sollte allerdings nicht der Geschäftsführer selbst sein — warum, steht in Der teuerste Texter im Haus sind Sie.
Das ist der Unterschied zwischen „wir machen Marketing“ und „wir haben mal eine Agentur beauftragt“. Nach unserer Erfahrung ist dieser eine Termin der beste Vorhersagewert dafür, ob aus einem Projekt etwas wird.
Was wir dazu anbieten
Wir arbeiten als externer Teil, nicht als Ersatz für Ihre Entscheidungen. Konkret heißt das: Sie liefern ein Viertelstunden-Telefonat je Thema, Fotos aus dem Betrieb und die Freigabe, alles andere läuft bei uns. Welche Instrumente dafür in Frage kommen und wann sie liefern, steht auf der Seite Industriemarketing. Was das kostet, in der Preisübersicht — und wenn wir im Erstgespräch zu dem Schluss kommen, dass Sie eine eigene Kraft brauchen, sagen wir Ihnen das.